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Computerwoche » Arbytesblog von Martin Emmerich

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Stu­dien und Sta­tis­ti­ken zu Gehäl­tern aktualisiert

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Es gibt neue Zah­len zum Thema Gehäl­ter, u.a. eine neue Umfrage zum Thema Gehalts­un­ter­schiede bei Frauen und Männern.

Die in mei­nem Arti­kel “Kon­krete Gehalts­an­ga­ben für die Bewer­bung — Woher neh­men?” genann­ten Quel­len wur­den aktua­li­siert.
Die dort emp­foh­lene Seite Gehalts­liste IT und Medi­zin — Gehalt­scheck und umfas­sende Gehalts­über­sicht für Pro­fes­sio­nals der Per­so­nal­be­ra­tung HiTec Con­sult gibt es noch wei­ter [Ände­rung am 13.12.2007: Links aktualisiert].

Dar­über­hin­aus wur­den die übri­gen Quel­len aktualisiert:

Frauen ver­die­nen immer noch weni­ger als Männer

Nach einer Online-​​Umfrage der Inter­net­seite www​.frau​en​lohn​spie​gel​.de, an der sich rund 68.000 Beschäf­tigte in Deutsch­land betei­ligt haben, liegt der durch­schnitt­li­che Brut­to­mo­nats­ver­dienst von Frauen rund 22 Pro­zent unter dem der Männer.

Die Gründe nennt die Umfrage “vielfältig”:

Zum Teil kön­nen häu­fi­gere Berufs­un­ter­bre­chung, kür­zere Berufs­er­fah­rung, die gerin­gere Zahl von Füh­rungs­po­si­tio­nen für Frauen und die par­ti­ell noch gerin­gere Qua­li­fi­ka­tion die Gehalts­un­ter­schiede erklären.

Als Fazit führt der Lei­ter des WSI-​​Tarifarchivs, das von der Hans-​​Böckler-​​Stiftung betreut­wird, Dr. Rein­hard Bispinck an: “Zahl­rei­che Stu­dien zei­gen jedoch: Es gibt immer noch eine Lohn­dis­kri­mi­nie­rung. Nach wie vor bekom­men Frauen für die glei­che Arbeit weni­ger Geld als Männer.”

Die Inter­net­seite www​.frau​en​lohn​spie​gel​.de bie­tet einen Lohn– und Gehalts-​​Check zu über 130 Berufen.

Im Falle der IT-​​Berufe sind nur zwei Qua­li­fi­ka­tio­nen ange­ge­ben, Infor­ma­ti­ker und Pro­gram­mie­rer.
Bei den Infor­ma­ti­kern beträgt das durch­schnitt­li­che monat­li­che Brut­to­ein­kom­men (ohne Zulagen/​Zuschläge und Son­der­zah­lun­gen) 3971 € für Män­ner und 3590 € für Frauen, das sind 90,4%.
Bei den Pro­gram­mie­rern beträgt das Brut­to­mo­nats­ein­kom­men im Schnitt 3204 € bei Män­nern und 2948 € bei Frauen, das sind 92,0%.

Zwar ist der Gehalts­un­ter­schied mit 9,6% bzw 8% nicht so extrem wie der Gesamt-​​Durchschnitt von 22%, aber immer noch zu hoch.

c’t-Gehaltsumfrage 2006

Die c’t-Gehaltsumfrage 2006 ist erschie­nen und auch online ver­füg­bar.

IG-​​Metall-​​Entgelt-​​Erhebung 2007 erschienen

Die neue Erhe­bung der IG-​​Metall ist erschie­nen, lei­der ohne die her­vor­ra­gende CD-​​ROM. Trotz­dem ist der Preis gleich geblie­ben, wie ich auf der CeBIT sehen konnte:

Ent­gelt in der ITK-​​Branche 2007.
Eine Erhe­bung in der Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie– und Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­bran­che.
Her­aus­ge­ge­ben von der IG Metall.
Kar­to­niert, 128 S. mit zahl­rei­chen far­bi­gen Abbil­dun­gen, 21 cm, 245g, in deut­scher Spra­che.
2007 Bund-​​Verlag
ISBN 3–7663-3785–8
ISBN 978–3-7663–3785-6 | KNV-​​Titelnr.: 15869813

Nächs­ten Monat kann sie auch online im Shop “Buch & Mehr direkt” bestellt wer­den: Ein­fach nach “Ent­gelt ITK-​​Branche” suchen.

Gehalts­stu­die der Com­pu­ter­wo­che erschienen

Unter dem Titel “IT-​​Gehälter wach­sen nicht in den Him­mel” gibt die Com­pu­ter­wo­che einen ers­ten Über­blick über ihre Gehalts­stu­die (erfah­rungs­ge­mäß wer­den wei­tere Arti­kel fol­gen). Die Gehäl­ter stei­gen dem­nach trotz vol­ler Auf­trags­bü­cher und feh­len­dem IT-​​Personal nur mode­rat. 2,5% Ein­kom­mens­stei­ge­rung wurde für IT-​​Führungskräfte errechnet.

IT-​​Einkommen 2007 von Monster

Für Deutsch­land wur­den die Zah­len aktua­li­siert, Öster­reich und die Schweiz lie­gen noch nicht vor. Der Inhalt bleibt wei­ter­hin eher spär­lich.
IT-​​Gehälter: Von Flaute keine Spur mehr” ver­mel­det Mons­ter wei­ter, im Ver­gleich die eige­nen Zah­len und die der IG Metall.

Alte Zah­len” noch bei Stepstone

Bei Steps­tone lie­gen keine neuen Gehalts­da­ten vor.

Kon­krete Gehalts­an­ga­ben für die Bewer­bung — Woher nehmen?

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©Alex­an­der Klau /​ Pixelio

Als Bewer­ber sieht man sich oft vor dem Pro­blem, schon im Anschrei­ben kon­krete Gehalts­an­ga­ben machen zu müs­sen: “Wir freuen uns auf Ihre aus­sa­ge­kräf­tige Bewer­bung, bitte unter Angabe Ihres frü­hest­mög­li­chen Ein­tritts­ter­mins und Ihrer Gehalts­vor­stel­lun­gen.” enden viele Anzeigen.

Woher soll man also diese Infor­ma­tion nehmen?

Ich kenne eine ein­zige Stelle im Inter­net, die ganz kon­kret für eine Viel­zahl von IT-​​Positionen aktu­elle Gehäl­ter nennt:

Die Seite Gehalts­liste IT und Medi­zin — Gehalt­scheck und umfas­sende Gehalts­über­sicht für Pro­fes­sio­nals der Per­so­nal­be­ra­tung HiTec Con­sult
[Ände­rung am 13.12.2007: Links aktualisiert].

Die Liste ist ziem­lich umfang­reich und unter­schei­det Anfän­ger, Pro­fes­sio­nals und Top­ver­die­ner. Man beruft sich auf “auf meh­rere Tau­send Kan­di­da­ten­ge­sprä­che und auf unsere lang­jäh­rige Exper­tise als Per­so­nal­be­ra­ter”. Die Daten­bank werde stän­dig erwei­tert und aktua­li­siert. Mehr als diese rela­tiv dif­fu­sen Anga­ben zur Metho­dik wer­den lei­der nicht gemacht.
Seriös auch die ein­lei­ten­den War­nun­gen zur Inter­pre­ta­tion der Tabelle: Befinde man sich mit sei­nem Gehalt zwi­schen zweier ihrer Anga­ben, so sei dies eine Bestä­ti­gung, daß man “auf dem rich­ti­gen Weg” sei. Per­sön­li­che Ent­wick­lung, Alter und “die Kom­ple­xi­tät des gesam­ten Leis­tungs­ver­mö­gens” lie­ßen “sich durch diese Anga­ben natür­lich nur mar­gi­nal erfas­sen”. Die Tabelle könne “letzt­lich nur eine kleine Unter­stüt­zung sein im Rah­men einer neu­tra­len Eva­lu­ie­rung” des Gehalts.
Dies gilt natür­lich für jede der­ar­tige Tabelle, ich finde es aber sehr gut, daß sie es so hinschreiben.

Alle wei­te­ren mir bekann­ten Quel­len sind Umfra­gen, die sich auf die Ver­gan­gen­heit beziehen:

  • Jähr­li­che Arbeits­markt­über­sicht (“Gehalts­um­frage”) der Zeit­schrift c’t. Sie wird Anfang jeden Jah­res durch­ge­führt und erscheint dann Ende März, Anfang April. Die aktu­elle Ver­sion ist die c’t-Gehaltsumfrage 2005 mit knapp 3400 Teil­neh­mern aus Deutsch­land, Schweiz und Öster­reich (letz­tere aller­dings mit nur je etwa 100 Teilnehmern).Es han­delt sich um das mei­ner Mei­nung nach genau­este Instru­ment, auch mit der größ­ten Erhe­bungs­ba­sis und den dif­fe­ren­zier­tes­ten Aus­wer­tun­gen. Zudem ist es unter o.g. URL frei zugäng­lich. Ich emp­fehle trotz­dem drin­gend den Kauf des ent­spre­chen­den Hef­tes, weil sich damit bes­ser arbei­ten läßt.
  • Die Stu­die “Ent­gelt in der ITK-​​Branche” der IG-​​Metall.
    Sie erscheint jäh­rich im März. Die Stu­die ist im moment ver­grif­fen, die Neu­auf­lage ist in Arbeit.
    Sobald die Neu­auf­lage ver­füg­bar ist, kann sie ent­we­der in jeder Buch­hand­lung oder im Shop “Buch & Mehr direkt” bestellt wer­den: Ein­fach nach “Ent­gelt ITK-​​Branche” suchen.Die Stu­die ist sta­tis­tisch sehr gut auf­be­rei­tet, ins­be­son­dere auch in der inter­ak­ti­ven CD-​​ROM-​​Version (Flash) die man sich unbe­dingt anse­hen sollte, da sie wesent­lich mehr Auf­be­rei­tun­gen ent­hält.
    Die Erhe­bungs­ba­sis ist klei­ner als bei der c´t, und man hat sich vor allem auf grö­ßere Unter­neh­men kon­zen­triert.
    Die 13 Euro ist sie alle­mal wert!
  • Im Kar­rie­re­be­reich der Com­pu­ter­wo­che, in dem öfters Arti­kel zum Thema Gehalt erschei­nen, wurde auch im März 2006 die Stu­die “IT-​​Vergütung 2006: Kei­ner kommt zu kurz ver­öf­fent­licht.
    Sie ist offen­bar ähnlich dif­fe­ren­ziert und breit ange­legt, wie die der c’t, aber das publi­zierte Mate­rial finde ich nicht so aus­sa­ge­kräf­tig.
    Die fol­gen­den Arti­kel wer­ten diese Stu­die wei­ter aus

    Wei­tere Computerwoche-​​Artikel zum Thema Gehalt:

  • IT-​​Einkommen 2006 von Mons­ter, sepa­rat für Deutsch­land, Öster­reich und die Schweiz.
    Ins­ge­samt sind die Aus­wer­tun­gen knapp und es gibt keine Anga­ben zur Metho­dik und Pro­ben­größe. Die wei­ter­füh­ren­den Arti­kel zum Thema

    sind auch eher spärlich.

    Offen­sicht­lich sol­len Bewer­ber für die kos­ten­pflich­tige Gehalts­ana­lyse gewor­ben wer­den, die von Toch­ter job​pi​lot​.de durch­ge­führt wird.

  • Beim Kon­kur­ren­ten Steps­tone sieht es ähnlich aus. Der Über­blick “Gehalt im Bereich IT ist sehr knapp gehal­ten, ver­fügt aber über einen Link zur kos­ten­pflich­ti­gen Gehalts­ana­lyse. Immer­hin ist ein gro­ber Gehalt­scheck auch kos­ten­los mög­lich — irgend­wo­her müs­sen die Zah­len für eine breite Ver­gleichs­ba­sis ja kommen.

Der Karriere-​​Bereich der Systems-​​Website sam­melt noch ein paar Arti­kel und Pres­se­er­klä­run­gen zum Thema. Unter Ande­rem eine Pres­ser­klä­rung zur Kienbaum-​​Vergütungsstudie “Füh­rungs– und Fach­kräfte in der DV-​​Branche” aus dem Novem­ber 2006.

Die neuen Trends in Sachen Gehalt faßt Svenja Hofert in Ihrem Kar­rie­reb­log im Arti­kel “Wie Aktien an der Börse” zusam­men.

Andere Quel­len sind mir nicht bekannt. Gerne kön­nen Sie in den Kom­men­ta­ren Ihre Quel­len dazu nen­nen. Ich nehme sie dann in den Arti­kel als Update auf.

Spä­tes­tens im März, wenn die diver­sen Studien/​Umfragen/​Statistiken neu auf­ge­legt wur­den, werde ich den Arti­kel auf den neu­es­ten Stand bringen.

Com­pu­ter­wo­che: “Ent­wick­ler ver­zwei­felt gesucht”

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Unter die­sem Titel berich­tet die Com­pu­ter­wo­che über eine Stel­len­aus­wer­tung, die der Per­so­nal­dienst­leis­ter Adecco vor­ge­nom­men hat. Dabei wur­den in der ers­ten Hälfte 2006 die Stel­len­an­zei­gen in 40 Tages­zei­tun­gen und der Com­pu­ter­wo­che aus­ge­wer­tet. Die Zahl der IT-​​Stellenanzeigen stieg um etwa ein Vier­tel von 10.204 im Vor­jah­res­zeit­raum auf 12.412. Schon darin sieht Adecco einen Zei­chen für den wirt­schaft­li­chen Auf­schwung, aber auch im Wachs­tum des all­ge­mei­nen Stel­len­markts um 23%.

Mit etwa einem Drit­tel ent­fal­len die meis­ten IT-​​Stellenanzeigen auf die Bera­tungs– und Soft­ware­häu­ser. Den stärks­ten rela­ti­ven Zuwachs zeig­ten die Zeit­ar­beits­fir­men, die Ihren Anteil fast ver­dop­pel­ten. “Über alle Bran­chen hin­weg ver­zeich­nen die Per­so­nal­dienst­leis­ter mit 80 Pro­zent den größ­ten Zuwachs an freien Arbeitsplätzen”.

In nahezu allen Bran­chen wer­den mehr Arbeits­kräfte gesucht. Nur in der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons– und der Finanz­dienst­leis­tungs­bran­che gin­gen die Ange­bote zurück.

Alleine 23% betref­fen Anwen­dungs­ent­wick­ler, etwa ein Drit­tel mehr als im Vor­jahr. Um 40% stieg das Inter­esse an Internet-​​Spezialisten, die ins­ge­samt aber nur 3,4% aus­ma­chen. Gestie­gen ist auch der Bedarf an Ver­käu­fern, Daten­bank– sowie Sys­tem– und Netz­spe­zia­lis­ten. Zurück­ge­gan­gen sind die Ange­bote für Orga­ni­sa­to­ren und Koor­di­na­to­ren sowie Mit­ar­bei­ter im RZ-​​Umfeld.

Auch regio­nal hat sich eini­ges geän­dert: Der Osten hat um 40% zuge­legt. Ber­lin hat Hes­sen und Nordrhein-​​Westfalen (vor zwei Jah­ren sogar auf Platz eins) über­holt und liegt nun auf Platz drei, nach Bay­ern und Baden-​​Württemberg.

Via heise​.de.

[Update: Die­ser Arti­kel ist auch in der Online-​​Zeitung Rea­ders Edi­tion erschie­nen.]

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