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Systems08: “Wett­lauf um die bes­ten IT-​​Talente” (Podiumsdiskussion)

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Podi­ums­dis­kus­sion der Agen­tur für Arbeit

Teil­neh­mer:

AK Anja Kett­ner, Insti­tut für Arbeits­markt– und Berufs­for­schung der Bun­des­agen­tur für Arbeit
MM Maxi­mi­lian Mikli, Pha­diso GmbH
TM Tho­mas Mosch, BITKOM e.V.
TS Tho­mas Sie­gner, Cir­quent GmbH
HWW Hans-​​Werner Wal­zel, Agen­tur für Arbeit München

Mode­ra­tion:

TR Till Rüger, Baye­ri­scher Rundfunk

… die ers­ten 7 Minu­ten ver­paßt
Es geht um die Aus­wir­kun­gen der Finanz­markt­krise auf die Personalplanung

MM: MA wur­den abge­wor­ben, NICHT vor­sich­ti­ger in Einstellungspolitk

AK: Betriebs­be­fra­gung aus dem 3. Quar­tal (d.h. VOR der Krise), Arbeits­kräf­te­be­darf in West­deutsch­land leicht rück­läu­fig
SW-​​Entwickler seit Q2 rück­läu­fig, neu­este Ent­wick­lung noch offen, mor­gen neue Befragung

TM: Umfrage des BITKOM von ges­tern
85% der Unter­neh­men sagen, daß sie ihre über­wie­gend expan­sive Per­so­nal­pla­nung bei­be­hal­ten, 13% über­den­ken ihre Politik

TR: Wel­che Feh­ler darf man nicht machen?

AK: Keine Stu­den­ten von den Unis (ohne Aus­bil­dung) abwer­ben, wie um 2000 herum.
Etwas mit­tel­fris­ti­gere Per­so­nal­po­li­tik not­wen­dig, Mit­ar­bei­ter wei­ter­bil­den, wenn Zeit dafür da ist, die Ansprü­che stei­gen — tech­nisch + ver­trieb­lich
Recht­zei­tig inves­tie­ren für nächs­ten Aufschwung

HWW: Unter­stützt For­de­rung nach mit­tel­fris­ti­ger Per­so­nal­po­li­tik
Kräfte bin­den, der nächste Abschwung kommt, der nächste Auf­schwung aber auch.
Per­so­nal­ab­bau darf nicht an ers­ter Stelle der Spar­maß­nah­men ste­hen. Erst mal Struk­tu­ren prü­fen! Per­so­nal­ab­bau wird sich bit­ter rächen.

TS: Wehrt sich gegen die Par­al­lele heute || dot­com­blase
Heute Pro­blem: die Inves­ti­tio­nen wer­den knap­per
Bran­che hat aus der schlech­ten Erfah­rung gelernt.

MM: Plant 1/​2 Jahr im Vor­aus.
Hat die Krise voll erlebt, konnte erst 4 Jahre spä­ter grün­den
MA als Wert, auf­grund Know-​​How, Stamm-​​Team muß gehal­ten werden.

HWW: Inves­ti­tio­nen in Per­so­nal not­wen­dig, Deutsch­land ist auf Platz ~14 der Indus­trie­na­tio­nen, was betrieb­li­che Wei­ter­bil­dung betrifft.
Seit 2 Jah­ren finan­ziert die AA ein Pro­gramm für betrieb­li­che Finan­zie­rung. wird nicht so ange­nom­men, wie gedacht.
Wei­ter­bil­dung im Betrieb, um Arbeits­lo­sig­keit zu vermeiden

TS: IT-​​Branche steht bes­ser da, als Gesamtwirtschaft

TM: 45.000 offene Stel­len in der IT, 11.000 lang­fris­tig offen — weit davon ent­f­ent, das Defi­zit zu fül­len.
Sen­si­bi­li­tät für Mit­ar­bei­ter ist da

MM: Mischung der MA sehr inter­es­sant, ange­fan­gen mit Jün­ge­ren, Durch­schnitt 32, Ältere ein­ge­stellt, um Erfah­rung ein­zu­kau­fen, ab 53 auf­wärts, von der Mischung pro­fi­tie­ren beide Sei­ten.
Nur posi­tive Erfah­run­gen, keine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­bleme, keine Rang­ord­nungs­pro­bleme
Erfolgsmodell

HWW: Keine Aus­nahme für die letz­ten 2–3 Jahre auf dem Münch­ner Markt, in allen Bran­chen, ver­mehrt, aber letzt­lich nur punk­tu­ell. AA unter­stützt finanziell.

AK: Zu befürch­ten, daß die­ser Trend ein­geht.
Es gibt 40.000 Aka­de­mi­ke­rin­nen, die dem Markt nicht zur Ver­fü­gung ste­hen
Unter­stüt­zung fehlt, fle­xi­ble Zeit­mo­delle
30% Aka­de­mi­ke­rin­nen kin­der­los wegen gro­ßer Inves­ti­tion in die Kar­riere
IT-​​Branche muß handeln

TS: Sein Unter­neh­men ist sehr fle­xi­bel
Unter­stützt Forderung

MM: 2 Frauen von 14, 1 Recht, 1 Buch­hal­te­rin
Fle­xi­ble Zei­ten not­wen­dig, 1 Erzie­hen­der Vater, Frau voll berufs­tä­tig, SW-​​Entwickler

TM: Sieht deut­li­chen Sin­nes­wan­del
Jugend­wahn um 2000 herum ist vor­bei
100 gehen in Rente, 90 kom­men nach, wird sich bei IT noch ver­stär­ken
Es wird mehr in ältere AN inves­tiert
Ver­band star­tet For­schungs­pro­jekt IT50+ mit Wis­sen­schaft­lern: Unter­su­chen Beschäf­ti­gungs­fä­hig­keit Älte­rer, in den höher­qua­li­fi­zier­ten Jobs
Frauen: Pro­blem fängt frü­her an, als bei den Zeit­mo­del­len, nur 18% Infor­ma­ti­ke­rin­nen, bei Elek­tro­tech­nik noch viel viel schlech­ter, krie­gen Frauen nicht in Stu­di­en­gänge.
Arbeits­zeit­mo­delle der Bran­che wesent­lich bes­ser als der Durch­schnitt, sieht aber noch viel zu tun

HWW: Sieht bran­chen­über­grei­fend kei­nen Trend, nur punk­tu­elle Licht­bli­cke mit Ten­denz zum Wach­sen.
165 arbeits­lose Infor­ma­ti­ker in Mün­chen, lang­zeit­ar­beits­los: “ältere Arbeits­lose Infor­ma­ti­ker haben keine Chance”
Ange­bote der AA wer­den nicht genutzt
Genannte Gründe:
– “Wis­sen ist ver­al­tet” schnel­le­bige Bran­che, stimmt
Unter­neh­men neh­men sich keine Zeit für Nach­qua­li­fi­zie­rung
– Ältere seien weni­ger team­fä­hig — hält er für Vorwand

MM: Sieht eine Quote 1:10 für Bewer­ber, mit jedem 10ten könnte er es sich vorstellen

TS: Hat 110 offene Stel­len, hält sich als 56Jähriger nicht für ein Pro­blem, Fir­men­durch­schnitt über 40

TR: Finanz­krise hat den IT-​​Arbeitsmarkt nicht erreicht, fragt nach aus­län­di­schen Fach­kräf­ten, Out­sour­cing, Off­shoring, wie ist da der Trend? Neue Erkenntnisse?

TM: Möchte dif­fe­ren­zie­ren zwi­schen Zuwan­de­rung und Off­shoring
Green­card ist Erfolgs­mo­dell: 17.000 (?) aus­ge­stellt, davon 75% in mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men
Min­dest­ein­kom­men wurde gesenkt, aber nicht genug, müßte offen­si­ver gehand­habt wer­den.
Off­shoring wird in der Bran­che zwie­späl­tig gese­hen
Es gibt eine Reihe Unter­neh­men, die wie­der in-​​shoren, es gibt auch gegen­läu­fige Bewe­gung, Off­shoring wächst nied­rig ein­stel­lig
Für man­che Unter­neh­men kein Erfolg

TS: Hat bun­tes Bild bei den Mit­ar­bei­tern, auch Bran­che ist inter­na­tio­nal
Trend zum Out­sour­cing in der Ent­wick­lung unge­bro­chen, Basis ist gestie­gen.
Der Sys­tem­be­trieb wan­dert auch aus.
In der Bera­tung gabs nie einen Trend zum Out­sour­cing — geht nicht, hängt vom Kun­den ab.

MM: 1mal Off­shoring, lief nicht so gut. sehr sehr kri­ti­sche Appli­ka­tio­nen in Phar­ma­zie, braucht MA vor Ort
Sogar Schwei­zer kau­fen bei ihm ein, Qua­li­täts­stan­dard in Deutsch­land sehr hoch,

TR: Frage nach Blick in die Zukunft

HWW: Kann nicht wei­ter als 1/​2 Jahr sehen, wei­ter ist sehr schwer, bleibt dabei, daß mit­tel­fris­tige Per­so­nal­po­li­tik not­wen­dig ist.

MM: Erwei­te­rung der Geschäfts­be­rei­che im Vor­der­grund, expan­diert sehr stark, will Mit­ar­bei­ter bin­den, Kern­team in der Firma hal­ten, qua­li­fi­ziert Fach­kräfte selbst nach.

AK: Wett­lauf um MA wird sich inten­si­vie­ren. Gebur­ten­starke Jahr­gänge wer­den lang­fris­tig nach­las­sen, Nach­wuchs fehlt
Alle müs­sen ihre Auf­ga­ben machen, nicht nur Unter­neh­men, auch Poli­tik
Bil­dung fehlt, auch für Zuwan­de­rer, auf­grund Bildungssystem-​​Mängeln
Sieht Pro­bleme für den Wohl­stand in Deutsch­land, wenn nichts passiert

TS: Absurde Renais­sance der Real­wirt­schaft, absurd weil Vir­tua­li­sie­rung stark wach­sen wird, Zukunft der Bran­che, fürch­tet den Fach­kräf­te­man­gel, den Gene­ra­ti­ons­wech­sel
Er ist “digi­tal immi­grant”, seine Kin­der “digi­tal nati­ves” laut Gart­ner Group

TM: Will nicht über 1–2 schwie­rige Jahre reden, son­dern über 10 Jahre oder mehr
Ord­nungs­po­li­ti­sche Prio 1: Bil­dung
Bil­dungs­gip­fel lächer­lich, föde­rale Zustän­dig­kei­ten unwich­tig
Natur­wis­sen­schaf­ten schwach ver­tre­ten, alle Kin­der nut­zen Tech­nik, zu wenige inter­es­sie­ren sich für das Dahinter

ENDE

Das ist die Live-​​Mitschrift des Podi­ums, daher nur in Stichworten.

Systems08: Inter­net World — Spe­cial Per­so­nal­ent­wick­lung (Podiumsdiskussion)

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Per­so­nal­ent­wick­lung: Zukunfts­markt und Jobmotor

Dis­kus­si­ons­teil­neh­mer:

  • DC Dwight Cribb, Grün­der und Geschäfts­füh­rer, Dwight Cribb Per­so­nal­be­ra­tung GmbH
  • MS Mar­tin Schmidt, Mit­be­grün­der und Geschäfts­füh­rer, JobLeads GmbH
  • SH Svenja Hofert, Kar­rie­re­be­ra­te­rin und Auto­rin, Kar­riere & Entwicklung
  • HZ Prof. Hans­jörg Zim­mer­mann, Geschäfts­füh­rer “Das Gol­dene Vlies GmbH”

Mode­ra­tion:

  • HRF Harald R. Fort­mann, Vize­prä­si­dent BVDW e.V. und Mana­ging Direc­tor Platform-​​A

HRF:
Ein­füh­rung
20k Stel­len in der Digi­ta­len Wirt­schaft unbesetzt

The­men:

  • Recruit­ing
  • MA hal­ten
  • Aus– und Wei­ter­bil­dung, Gehälter

Vor­stel­lungs­runde:

MS: Inno­va­tive online-​​Plattform für Job­ver­mitt­lung durch per­sön­li­che Emp­feh­lung, Errei­chen von nicht aktiv suchen­den Mit­ar­bei­tern, Erfolgs­prä­mie, Jobleads macht vor-​​Abgleich der Füh­rungs­kräfte.
knapp 12 Monate online, über 100 Unter­neh­men, 4 Mio Prä­mien ausgelobt

SH: ers­tes Buch zum Thema online-​​Beratung, 1998, hört viel von Fragen/​Problemen als Beraterin

HZ: Agentur-​​Geschäftsführer, seit 2001 Pro­fes­sur MHMK Medienhochschule@muc, Bache­lor + Mas­ter, Stu­di­en­gang Online-​​Marketing 8-​​monatiges Wochenendprogramm

DC: Seit ’98 im Recruit­ing, Per­so­nal­su­che. Fin­det Initia­tive zur Aus­bil­dung gut

HRF: Google hat 148 Stel­len offen — seit Jah­ren
BVDB-​​Akademie zur Kop­pe­lung  Unter­neh­men und Aus­bil­dung
Zitat “Bes­ser in Aus­bil­dung inves­tie­ren, als in Headhunting”

SH: fin­det Google-​​Beispiel sehr prä­gnant
Anspruch der AG zu hoch, zu wenig Bereit­schaft, Anpas­sungs­qua­li­fi­zie­run­gen zu machen, Leute ein­zu­stel­len, die nicht 1:1 pas­sen. AG bie­ten nicht genug Locken­des für erfah­rene MA.

HZ: Kein Inves­tie­ren der AG in guten wie in schlech­ten Zei­ten
gut: keine Zeit
schlecht: kein Geld
Erfah­rung im Per­so­nal­ma­nage­ment und der Beschaf­fung fehlt, Per­so­nal­ma­nage­ment müßte eigent­lich out­ge­sour­ced werden

SH: bestä­tigt, daß Per­so­nal­ab­tei­lun­gen oft die Lebens­läufe nicht ver­ste­hen, beson­ders auch in der klas­si­schen IT

MS: sieht Fach– und Füh­rungs­kräf­te­man­gel
sieht seine Platt­form als Mög­lich­keit die Unter­neh­men in der Ziel­gruppe bekannt zu machen.
Greift Anpas­sungs­qua­li­fi­zie­rung auf: Wie MA hal­ten? Fin­det zu wenig statt, daher die hohe Fluktuation.

Zuhö­rer: Würde HR gerne stär­ken, nicht out­sour­cen, HR ist zu sehr nur admi­nis­tra­tiv tätig, Geschäfts­füh­rung muß Exper­ten invol­vie­ren, “insour­cing”, Leute punk­tu­ell dazunehmen

HZ: Zustim­mung, sieht aber in der Pra­xis Probleme

DC: Lar­mo­yanz der Bran­che ist alter Hut, IT-​​Branche seit 40 Jah­ren, Online-​​Branche seit 15 Jah­ren
Aus­bil­dung fehlt

HRF: Spricht Azubi-​​Frage an, Qua­li­tät Azu­bis war kata­stro­phal, war auf Initiative-​​21-​​Kongreß der CeBIT, hat Stel­len­pro­file Online-​​Marketing vor­ge­stellt, waren kaum bekannt bei Studenten.

SH: Diese Berufe sind bekannt. Auf dem Radar der Bewer­ber nur ein paar Groß­un­ter­neh­men, Per­so­nal­mar­ke­ting fehlt, auch an den Uni­ver­si­tä­ten. Gibts nur punk­tu­ell, fehlt aber Flächendeckend.

DC: BWLer ken­nen die Struk­tu­ren der rea­len (Online-)Wirtschaft nicht. Bes­tes “Roh­ma­te­rial” neh­men und ihnen “das Rich­tige bei­brin­gen”. “Wir müs­sen mit dem arbei­ten, was da ist”.

SH: Aus­wei­ten der Inter­es­sen­ten­pools, Pro­fes­so­ren müs­sen anders kom­mu­ni­zie­ren, nicht nur Großunternehmen.

HZ: Seine Stu­den­ten sol­len sich infor­mie­ren, 25 Stu­den­ten sol­len sich auf Panels ver­tei­len, je einen Gast­red­ner für spä­te­ren Ter­min @Uni akqui­rie­ren. Ist das zweite Mal, die­ses Mal war es rela­tiv schwie­rig.
Medi­en­tage ist extrem schwie­rig, wol­len 49€ Ein­tritt, sper­ren sich sehr.

MS: Ver­zah­nung Uni/​Wirtschaft i.d.R. schwie­rig, Umden­ken ist not­wen­dig, kommt langsam

HRF: Digi­tale Bran­che lebt über­wie­gend von Mit­tel­ständ­lern, kaum Groß­un­ter­neh­men, Employer Bran­ding ist dort kein Thema, unbe­kannt auf­grund man­geln­der Erfah­rung der Geschäfts­füh­rung
Frage: Was kann man die­sen GF in Rich­tung Employer Bran­ding mit­ge­ben?
Frage: Work-​​Life-​​Balance fin­det in Groß­un­ter­neh­men statt, Mit­tel­ständ­ler
kaum, was kann ein Mit­tel­ständ­ler mitnehmen?

SH: 4-​​Tage-​​Woche schwierig

HZ: Agen­tu­ren sind i.d.R. zu bor­niert für dif­fe­ren­zierte Arbeits­zei­ten. 25– oder 32-​​h-​​Wochen loh­nen sich für AG, weil Mit­ar­bei­ter sehr effi­zi­ent.
Bejaht höhe­ren Orga­ni­sa­ti­ons­auf­wand (z.B. für Mee­tings), betont aber, daß es sich lohnt

MS: Viele Unter­neh­men erken­nen nicht den Wert der Work-​​Life-​​Balance für Per­so­nal­ak­quise. Schaf­fung ent­spre­chen­der Mög­lich­kei­ten hat große Aus­wir­kung auf Attraktivität

SH: Auch viele Män­ner — mit und ohne Kin­der — wol­len nicht 12 bis 16h arbei­ten! Viele Agen­tu­ren arbei­ten immer noch

MS: Ent­spre­chende Situa­tion wird als Unter­neh­mens­kul­tur getarnt.
Wich­tigs­tes Argu­ment für Stel­len­su­che ist die Emp­feh­lung, der Ruf, den ein Unter­neh­men hat. Miß­stände spre­chen sich herum.

DC: Man­che Unter­neh­men sind bekann­ter­ma­ßen “Durch­lauf­er­hit­zer” für 2–3 Jahre

HRF: Hat in Aus­bil­dung inves­tiert, sprach sich herum, MA wer­den ihm für das Dop­pelte von Groß­un­ter­neh­men abge­wor­ben. Kann damit nicht konkurrieren.

DC: Wert­schöp­fung aus dem MA muß wäh­rend der Aus­bil­dung statt­fin­den.
Gehalts­sprünge in deut­schen Unter­neh­men sind sehr schwie­rig, kon­ti­nu­ier­li­che Gehalts­ent­wick­lung ist notwendig

SH: In Agen­tu­ren keine Personal-​​Jahresgespräche keine defi­nierte Ent­wick­lung, Geld ist eine Form der Wertschätzung

HZ: Wer­schät­zung jen­seits von Gehalt wird häu­fig nicht ver­mit­telt.
MA müs­sen sich wei­ter­ent­wi­ckeln, kom­men auch häu­fig auch zurück.
Hono­rar­frage schlägt auf Gehäl­ter durch, es wer­den keine ver­nüf­ti­gen Hono­rare gezahlt.

DC: Wert­schät­zung wich­tig, Unter­schied eige­nes Unter­neh­men zu ande­ren muß der AG her­aus­ar­bei­ten, Werte sicht­bar machen, MA stel­len bei Bewer­bung wenigs­ten rich­tige Fragen

Zuhö­rer (ich): Dis­kre­panz zwi­schen Pro­fil und Bewer­ber, das “eigent­li­che” Pro­fil wird nicht kom­mu­ni­ziert, oft erst im ers­ten Bespräch als Negativ-​​Schablone am kon­kre­ten Bewer­ber herausgearbeitet

HRF: Recrui­ter muß das Pro­fil vom Kun­den aktiv erfra­gen und auch Auf­träge ableh­nen, wenn er die Details nicht erfährt

HZ: Es gibt nur die Aus­bil­dungs­be­rufe Medi­en­ge­stal­ter & Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kauf­mann, nicht mehr. Prü­fungs­in­halte sind praxisfern.

HRF: Für Schü­ler zu wenig Bewußt­sein für Berufs­spek­trum der Bran­che
Ange­bot an Unis, das Bewußt­sein zu schaf­fen, Zusam­men­ar­beit mit Pro­fes­so­ren wurde harsch abge­lehnt.
Ande­res Thema: Plat­zende Blase führte zur Noma­li­sie­rung der Gehäl­ter, im Moment stei­gen die Gehäl­ter wie­der an. Frage nach der Wahr­neh­mung der Gehalts­si­tua­tion an die Runde.

SH: Sieht 2 Rich­tun­gen: Niedrig-​​Gehälter in der Gra­fik — in der IT große Gehälter

MS: Bestä­tigt beide Ten­den­zen, sieht Gehalts­stop bei Groß­un­ter­neh­men mit Aus­wir­kun­gen auf Niedriggehälter

DC: Sieht über die letz­ten Jahre eine anstei­gende Gehalts­ent­wick­lung im inter­na­tio­na­len Bereich.

HZ: Sieht gene­rell Dis­kre­pan­zen bei Bran­che Digi­tale Welt im Ver­gleich zu “ech­ten” Beru­fen (Kran­ken­schwes­ter). In Spa­nien sind die Gehä­ter der Bran­che unge­fähr die Hälfte.

Zuhö­rer: Sieht sys­te­mi­sches Pro­blem: In Groß­kon­zer­nen bes­sere Bedin­gun­gen, nicht nur Gehalt.

HZ: Stimmt zu, Agen­tur kriegt keine inters­san­ten MA, weil Bedin­gun­gen zu schlecht.

Zuhö­rer: Agen­tu­ren müs­sen ihre USP herausarbeiten

HRF: Frage nach Frauen in der digi­ta­len Wirtschaft

SH: Frauen for­dern Ziel­ver­ein­ba­run­gen, Gehalts­er­hö­hun­gen eher nicht aktiv ein. Bor­nierte Chefs, meist Herren.

MS: Frauen als Müt­ter bei­ben oft in der Defensive

SH: Frauen weni­ger for­dernd, mehr zurück­hal­tend. Es gibt AG, die einen “Risiko-​​Discount auf Frauen unter 40″ einplanen

HZ: “Jungs machen natur­ge­mäß einen auf Dicke Hose“
Bei­spiel: Senior-​​Projektmanagerin bewirbt sich auf Junior-​​Positionen
Män­ner wür­den das nie so machen.
Schwan­ger­schaft “ein­zu­prei­sen” ist Unsinn, es gibt genü­gend Möglichkeiten.

ENDE

Das ist die Live-​​Mischrift des Podi­ums, daher nur in Stich­wor­ten.
Ich fand’s wirk­lich inter­es­sant, auch das anschlie­ßende Gespräch mit Svenja Hofert, die offen­bar mein Blog öfters liest.

Mate­ria­lien der Arbeits­agen­tur zu IT-​​Berufen

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Die von mir im Bei­trag “Der Arbeits­markt für IT-​​Experten” genann­ten Doku­mente der Arbeits­agen­tur sind nicht mehr verfügbar.

Aller­dings gibt es ein Doku­ment unter dem Titel “Beruf, Bil­dung, Zukunft”, das sich mit dem Arbeits­markt 2007/​2008 und Aus– und Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten für IT-​​Berufe befaßt (1,3 MB PDF, 84 Seiten).

Bit­kom: Deutsch­land ver­nach­läs­sigt Aus­bil­dung von Spitzenkräften

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Heise Online berich­tet:

Deutsch­land droht nach Ansicht des Bun­des­ver­bands Infor­ma­ti­ons­wirt­schaft, Tele­kom­mu­ni­ka­tion und neue Medien (Bit­kom) bei der Aus­bil­dung von Spit­zen­kräf­ten im inter­na­tio­na­len Ver­gleich den Anschluss zu ver­lie­ren. Dies zeig­ten die Absol­ven­ten­zah­len in den technisch-​​naturwissenschaftlichen Stu­di­en­fä­chern der wich­tigs­ten Indus­trie­na­tio­nen. […] Ins­be­son­dere die wirt­schaft­lich auf­stre­ben­den Län­der China und Indien wür­den mas­siv ihre Aus­bil­dungs­ka­pa­zi­tä­ten stei­gern, um ihre Inno­va­ti­ons­kraft zu stärken.

Die For­de­rung des Bitkom-​​Vizepräsidenten Raiz­ner, “das Hoch­schul­sys­tem wei­ter zu refor­mie­ren und stär­ker auf die Anfor­de­run­gen der Wirt­schaft aus­zu­rich­ten” teile ich nur bedingt. Für rich­tig halte ich aber:

Poli­tik, Hoch­schu­len und Indus­trie müss­ten dar­über hin­aus gemein­sam daran arbei­ten, aus­län­di­sche Nach­wuchs­kräfte für eine Tätig­keit in Deutsch­land zu gewin­nen. Laut Raiz­ner ginge dies nur durch attrak­tive Stu­di­en­be­din­gun­gen und unbü­ro­kra­ti­sche Zuwanderungsregelungen.

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