Nach einer “aktu­el­len Umfrage” von JobScout24 (lei­der unda­tiert, die Umfrage wird in einem News­let­ter vom 24.04.2007 erst­mals genannt; das Bild stammt von dort) unter 1871 der eige­nen Benut­zer nut­zen Stel­len­su­chende mehr­heit­lich pri­mär das Inter­net für die Stellensuche.

Auch Per­so­na­ler schal­ten Stel­len­an­ge­bote bevor­zugt online.

Dem­nach stel­len 40% Pro­zent der Unter­neh­men zu beset­zende Stel­len auf die fir­men­ei­gene Web­site und 36% Pro­zent auf Online-​​Jobbörsen. Nur 8% geben an, vor­ran­gig auf die Bun­des­agen­tur für Arbeit zu set­zen und 4% wen­den sich an pri­vate Personalvermittler.

Wie JobScout24 zum Ergeb­nis kommt “Eine Stel­len­aus­schrei­bung im Inter­net ist unkom­pli­ziert und kos­ten­güns­tig” und ob dies wirk­lich die Moti­va­tion der Unter­neh­men ist, bleibt offen. Ins­ge­samt klingt der Arti­kel doch stark nach Mar­ke­ting.
Wich­tige Fra­gen blei­ben offen bzw. im Vagen:
Es bleibt unklar, wie­viele Unter­neh­men auch die BAA ein­schal­ten, das wäre die viel inter­es­san­tere Zahl.
Zudem ver­mute ich, daß die genann­ten 4% pri­vate Per­so­nal­ver­mitt­lung die­je­ni­gen sind, die sich pri­mär auf die­sen Weg bezie­hen, so wie bei den ande­ren Anga­ben auch. Ansons­ten wäre diese Zahl viel zu nied­rig — ver­glei­che dazu auch den Arti­kel “Man­geln­des Selbst­be­wußt­sein?” (von Unter­neh­men bei der Stel­len­aus­schrei­bung) von Svenja Hofert in ihrem Karriereblog.

Grund­sätz­lich scheint die Ten­denz aber zu stim­men, siehe dazu auch meine Artikel

  • Stu­die zu Job­su­che im Inter­net vom Juli 2006:
    Im Rah­men einer Stu­die der For­schungs­gruppe Wah­len Online zu den Internet-​​Strukturdaten in Deutsch­land im zwei­ten Quar­tal 2006 wurde auch die Arbeits­su­che über das Inter­net untersucht.
  • Stel­len­su­che per Inter­net am belieb­tes­ten vom Novem­ber 2006:
    Nach der Stu­die „Bewer­bungs­pra­xis 2007“, die vom Centre of Human Resour­ces Infor­ma­tion Sys­tems (CHRIS) der Uni­ver­si­tä­ten Frank­furt am Main und Bam­berg in Zusam­men­ar­beit mit dem Online-​​Stellenportal Mons­ter World­wide durch­ge­führt wird und an der haben sich über 11.000 Stel­len­su­chende und Kar­rie­r­ein­ter­es­sierte betei­ligt haben, nimmt die Bedeu­tung der elek­tro­ni­schen Kanäle bei der Stel­len­su­che und die Tech­ni­kaf­fi­ni­tät der Bewer­ber auch in die­sem Jahr wei­ter zu.
  • Gute Job-​​Aussichten, aber Man­gel an qua­li­fi­zier­ten Bewer­bern in 2007 vom Dezem­ber 2006:
    Mons­ter prä­sen­tiert Ergeb­nisse der Arbeit­ge­ber­be­fra­gung „Recruit­ing Trends 2007“ unter den deut­schen Top-1.000-Unternehmen: Erst­mals mehr als die Hälfte der Bewer­bun­gen elektronisch.
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